...Die Teilnehmer des
Ausfluges nach Lamanai werden auf
kleine etwa 25 Personen fassende Schnellboote eingeschifft. Man sitzt
seitlich zur Fahrtrichtung. Meinen Platz nehme ich an der engen Spitze des
Schiffes. Das ist sicher für ein paar Filmaufnahmen nicht schlecht. Die Fahrt geht
los durch schmale Kanäle rechts und links von Mangrovenwälder gesäumt.
Keiner möchte hier ins Wasser fallen. Vor Krokodilen, Schlangen und anderen
unangenehmen Zeitgenossen wird gewarnt. Wir sind eben im Dschungel.
Die
Fahrer der Boote beginnen, sich Wettrennen zu bieten. Die Fahrt wird immer
schneller. Erinnerungen an James Bonds abenteuerliche Schnellbootfahrten
drängen sich auf. Zumal die Kanäle immer enger und kurvenreicher werden. Da
plötzlich fliegt das Stoffverdeck, das einige Plätze des Bootes überdachte,
weg. Befestigungsriemen sind gerissen. Kurz mussten wir anhalten, um das
defekte Verdeck zu sichern. Danach geht’s ohne Verdeck aber dafür noch ein wenig
schneller weiter. Dann kommt noch das, was im Regenwald noch gefehlt hat:
Regen! An der Schiffsspitze sitzend, ist es inzwischen trotz Regenjacke mehr
als unangenehm geworden. Die Geschwindigkeit und die Gicht peitschen das
Wasser ins Gesicht. Filmen und fotografieren ist jetzt nicht mehr drin. Das
Wasser ist inzwischen auch unter die Jacke vorgedrungen...
1973 wurde der Name von „Britisch Honduras“ in „Belize“
geändert.
Belize befindet sich im Südosten der Halbinsel
Yucatán. Das
Klima ist tropisch-wechselfeucht und bis auf die im Landesinnern
gelegenen
Maya Mountains (1.122 m) leicht hügelig bis eben. Die
Vegetation
von Belize ist tropischer
Regenwald,
vereinzelte Kiefernsavannen
und Sumpfland
und hat fast durchgehend eine von
Mangroven bewachsene Küste. Der Küste sind zahlreiche
Korallenriffe, Sandbänke und
Atolle – wie
Lighthouse Reef, Glover Reef und die Turneffe Inseln – vorgelagert. Das vor
Belize liegende Riff ist nach dem
Great Barrier Reef zusammen mit seinen
Cayos das
zweitgrößte
Korallenriff der Welt