
Cartagena ist die Stadt mit den
meisten Touristen und nicht zuletzt wegen der geografischen Lage die sicherste
und bestbewachte Stadt in Kolumbien. Wie in allen Großstädten ist wegen der
Kleinkriminalität trotzdem Vorsicht geboten. Kolumbien befindet sich im
Bürgerkrieg mit
marxistisch
orientierten
Guerillas und der Armee nahestehenden
Paramilitärs.
Wir haben uns zusammen getan und mit acht Leuten einen Taxibus angemietet. Die
Fahrt geht los durch die lebensfrohe, bunte Stadt zur Besichtigung des „Fort
Castillo de San Felipe de Barajas“. Das alte Fort mit seinen dicken
Befestigungsmauern und versteckten Gängen gehört zum Pflichtprogramm der
Touristen. Nachdem genug fotografiert und angeschaut ist, gehen wir zurück
zum Taxi, auf Schritt und Tritt von Straßenhändlern angesprochen, die von
Selbstgebasteltem über T-Shirts bis hin zu kühlen Getränken ihre Spezialangebote
machen, begleitet von dem wohl weltweit am meisten gesprochenen deutschen Satz:
„Mache gute Preis!“. Wohlbehalten im Taxi angekommen geht ist in die Altstadt.
Wunderschöne Gebäude aus der Colonialzeit in bunten, karibischen Farben
angestrichen. Viele blumengeschmückte Balkone runden das Bild ab. Zur Förderung
dieses Erscheinungsbildes gibt es einen Wettbewerb, bei dem ein mal im Jahr der
schönste Balkon dadurch prämiert wird, dass der Gewinner ein Jahr lang keiner
Steuern zahlt. Nachahmenswert!
Kurz später, vor der Kathedrale gibt es plötzlich einen größeren Tumult. Nach
einem lautstarken Streit wurde eine junge Frau von Polizisten zu Boden gedrückt
und ist jetzt an Händen und Füssen gefesselt. Nicht gerade zimperlich, die
Methoden.